Ausrüstung - Skywatcher 254/1200mm Newton Reflektor
| Dies war lange mein Hauptgerät.
Es ist ein 10" Newton Reflektor mit einer Brennweite von 1200mm. Es hat
ein schnelles Öffnungsverhältnis und ist daher gut geeignet für die
Astrofotografie. Leider ist das Teleskop eine China-Massenware und ist
daher von wünschenswerter Qualität. Zuerst musster der Okularauszug
ausgewechselt werden. Dieser war Standardmässig ein Rack & Pinion, also
ein Zahntrieb Okularauszug. Er wurde mit einem
Selbstbau-Crayford-Auszug ersetzt, der sogar eine motorische
Fokussierung erlaubt. Mit dem konnte nun auch anständig Astrofotografie
betrieben werden ohne dass ein grosses Shifting auftrat. |
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| Das Zweite, das
umbedingt verbessert werden musste war die Reflektion im inneren des
Tubuses. Die Innenwand des Teleskopes war zwar mattschwarz gefärbt,
doch leider nicht genug schwarz und matt um Streulicht effektiv zu
mindern. Dies musste verbessert werden. Am besten tut man das, indem
man den Tubus mit schwarzer Veloursfolie auskleidet. Velours ist eine
Art Filz, das sehr schwarz ist und kaum Licht reflektiert. Ideal für
Streulichtunterdrückung. Heute ist die selbstklebende Veloursfolie weit
verbreitet unter den Amateurastronomen. Alternativ gäbe es den
mattschwarzen Schultafellack. Der ist aber teurer und meiner Meinung
nach nicht so effektiv wie die Veloursfolie. |
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| Die dritte Modifikation, die
vorgenommen wurde, ist das Anbringen eines Lüfters. Um das Tubusseeing
zu mildern gibt es viele Methoden. Eine davon ist das Anbringen eines
Lüfters hinter dem Spiegel. Beim Lüfter handelt es sich um einen 90mm
Computerlüfter, der Luft aus der Spiegelzelle saugt. Wie ich später die
Erfahrung gemacht habe, konnte ich damit auch den Taubefall
verlangsamen. Das Teleskop war in feuchten Nächten also auch noch lange
zu gebrauchen, ehe der Spiegel vollgetaut war. Die letztze, aber nicht unwichtigste Modifikation war die der Rohrschellen. Für einen 10" Newton, der kappe 13kg |
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| wiegt, waren diese
einfach zu wackelig. Ich verstärkte die Schellen oben mit einer
U-Förmigen Aluschiene. Die Stabilität hat sich um einiges gesteigert.
Die gemessene Nachschwingzeit hat sich deutlich verkürzt. Als Fazit kann ich sagen, dass der Newton - für den Preis - schon recht gut ist. Die Spiegel haben wohl nicht alle dieselbe Qualität, ich habe aber einen guten erwischt, Glück gehabt. Einige Modifikationen sollte man nicht scheuen, denn diese verbessern einiges an Komfort und Stabilität. Würde ich ihn nocheinmal kaufen? Nunja, diese Frage kann ich nicht ganz ehrlich beantworten, denn meine Anforderungen an ein Teleskop wachsen stetig, aber abgesehen davon ist/war es ein wirklich gutes Gerät. Achtung! 10" sind 254mm Spiegeldurchmesser. Der Tubus hatte einen Duchmesser von etwa 280mm. Das machte das Teleskop zu einem Monster von einem Gerät. Ich empfehle den Skywatcher vor dem Kauf zu begutachten und mal aufzuheben um sich bewusst zu machen wie schwer 13kg wirklich sind; und einen 10 Zöller kann man nie behutsam genug auf den Boden stellen. |
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