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Bildbearbeitung - Die hohe Kunst der digitalen Technik...
 

Im Allgemeinen müssen astronomische Bilder alle mehr oder weniger nachbearbeitet werden, um den vollen Informationsgehalt anzuzeigen, die in den Rohbildern vorhanden sind. In der Tat sind viele Anfänger-Astrofotografen sehr überrascht, wenn sie ihr erstes Foto geschossen haben und fast alles auf dem Bild schwarz ist und außer ein paar hellen Sternen nichts zu sehen ist. Es ist tatsächlich so, dass der grösste Informationsgehalt noch in den Bildern schlummert. Nun ist es die Arbeit des Astrofotografen, diese Details sichtbar zu machen. Dies ist nicht immer einfach, erfordert viel Grundwissen, Erfahrung aber auch Geduld.
 

Ich erhalte viele Anfragen von Anfänger Astronomen, die fragen, wie ich meine Bilder bearbeitet habe. In der Tat ist die Bildbearbeitung ein sehr individueller Arbeitsvorgang. Ich möchte hier an dieser Stelle aber trotzdem das "Workflow" eines meiner Bilder präsentieren und kommentieren.

Die Bearbeitungswerkzeuge heute sind sehr leistungsfähig. Somit muß sich der Amateurastrofotograf in acht nehmen, mit dem bearbeiten nicht zu übertreiben. So können moderne Bildbearbeitungs-Techniken manch Details zum Vorschein bringen, die sonst nicht sichtbar sein würden - aber sie können das Bild auch ''überbearbeiten''. Sie hierzu Astrofotografie: Kunst oder Wissenschaft?.

 

Als Beispiel in diesem kleinem Tutorial zeige ich das Milchstrassengebiet um das Gebiet Scutum (Schild). Es wurden insgesamt sechs 360 Sekunden @ ISO 400 belichtete Fotos gemacht, 2 Darkframes und 1 Flat. Die Bilder sind im *.CRW-Format, welches das Canon EOS 300D Rohbild-Format ist. Es geht nun darum, die Bilder übereinander zu lagern und zu bearbeiten, damit es präsentationsreif ist.


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